Hallo Windows 10 Update – Tschüss Outlook Express, Paint, Bildschirmschoner..

Microsoft setzt den Rot-Stift an

Immer wenn Software-Entwickler an neuen Versionen Ihrer Applikation arbeiten, grübeln sie über verbesserte Funktionen und neue Designs nach. Es kann aber nicht immer nur neues geben, manchmal muss man sich auch von altem Ballast trennen um Platz für neues zu machen.

So geht es auch nun auch Microsoft mit dem Fall Creators Update welches im Herbst diesen Jahres erscheinen soll. Dieses Update bringt nicht nur eine modernere Designsprache mit sich, oder tolle Neuerungen wie die „Timeline“, sondern Microsoft sagt auch „Tschüss“ zu einigen alten Programmen – und einige davon haben wirklich Nostalgie Charakter.

Welche Funktionen werden entfernt?

Ich fange mal mit den beliebten Programmen an. Outlook Express ist solch ein Urgestein, welches nach dem Update verschwunden sein wird. Microsoft geht hier neue Wege, denn Outlook Express ist schon seit vielen Jahren und Windows Versionen ein fester Bestandteil des Betriebssystems. Mit Outlook.com hat Microsoft aber eine super Online-Oberfläche für die E-Mail geschaffen. Wer die Vorteile einer Offline-Lösung dennoch nicht missen möchte, der muss sich fortan nach Alternativen umsehen. Eine beliebte Alternative ist hier Mozilla Thunderbird.

Als nächstes erwischt es die beliebte App Paint. Das besonders bei Kindern beliebte Programm wurde von Microsoft als „veraltet“ eingestuft und wird nun mit dem kommenden Update entfernt. Eine kostenlose Alternative wäre hier GIMP oder Paint.NET, welche beide zwar deutlich mehr Funktionen mit sich bringen als Paint jemals hatte, aber genau das nimmt dem ganzen auch den „Einfachheits-Faktor“.

Und dann trifft es noch eine Funktion, von der ich nicht gedacht hätte, dass man sie jemals streichen würde. Die Rede ist vom Bildschirmschoner. Ja, richtig gelesen: Microsoft trennt sich von seinem Bildschirmschoner. Man möchte wohl den Sperrbildschirm forcieren und sind wir mal ehrlich: Wann habt ihr das letzte mal einen Bildschirmschoner auf euern Rechner gesehen?

Syskey nicht mehr sicher

Es trifft noch weitere Programme, wie zum Beispiel Reader oder die Windows-Leseleiste. Das hängt aber damit zusammen, dass diese Funktionalitäten im Edge-Browser implementiert sind und somit nicht wirklich fehlen, sondern nur an anderer Stelle in anderer Art und Weise wieder gefunden werden können.

Interessant ist, dass Windows die Funktion Syskey rauswirft. Syskey brachte die Möglichkeit mit sich, sein System sicherer zu gestalten, indem ein USB-Stick erstellt werden konnte, welcher als Schlüssel diente. Ohne den USB-Stick war ein einloggen nicht möglich. Die Verschlüsselung ist inzwischen aber veraltet und inzwischen angreifbar, sodass Microsoft dieses Feature ersatzlos streicht.

Auch seltsam: Microsoft tötet ebenso die Funktion automatisierte BackUps erstellen zu lassen und verweist auf andere Hersteller. Ich selbst mag Apples TimeMachine Lösung und kann diesen Schritt nicht nachvollziehen.

Weitere Funktionen entfallen

Neben diesen polarisierenden Funktionen, fallen noch eine Reihe weitere Dienste weg. Von einigen davon dürften die meisten User nicht ein mal etwas von gehört haben und sind eher in der „Professional“ Area anzutreffen, wie bspw. die TCP Offload Engine.

Wer Interesse an der gesamten Liste hat, den verweise ich gern auf das offizielle Support Dokument.

Hier geht es zum Support Dokument.

Quelle Microsoft